Wir haben Angst um Milo

23. Jun. 2018

Schon seit Wochen macht uns der Kater große Sorgen. Erst kam er ständig verletzt nach Hause. Er genoss seinen Freigang über alle Maßen und blieb oft stundenlang fort. Leider prügelte er sich dabei durch die komplette Katzennachbarschaft. Lahmheiten, Bissverletzungen und ein tiefer Riss in der Ohrmuschel waren nur einige der Folgen.

Dann geriet sein Schilddrüsenwert völlig außer Kontrolle. Mal war er viel zu niedrig, dann zu hoch. Eine differenzierte Diagnostik anhand aller Schilddrüsenwerte sagten wir ab, als der Wert niedrig aber stabil blieb.

Es folgte eine Ohrspeicheldrüsenzyste, die zum Glück schnell abklang und vollständig ausheilte. Der Verdacht eines Tumors, der in irgend einer Form Einfluss nimmt, stand von Beginn an im Raum. Aber sowohl Röntgenbilder als auch ein Ultraschall gaben keinerlei Anhaltspunkte.

Wir konnten nur tatenlos warten, bis sich der Tumor zeigte. Das tat er vor wenigen Tagen. Er wächst im vorderen Brustkorb, fast im Hals und erklärt, warum der Kater manchmal auffällig schluckt oder auch ganz plötzlich hustet.
Die Stelle kann ungünstiger kaum sein. Neben der Speise- und der Luftröhre laufen viele wichtige Versorgungsgefäße durch den Hals. Eine Darstellung aller Schichten ist nicht möglich. Wir können nur nach dem Eröffnen des Halses sehen, ob der Tumor operabel ist oder nicht. Wenn nicht ließen wir Milo nicht wieder erwachen.

Der Operationstermin ist der 4. Juli. Mein Gefühl ist kein gutes. Der Kater wird sehr häuslich, anhänglich und verschmust. Und wie immer ist es der Umgang der Katzen miteinander, der die deutlichste Sprache spricht. Es wird nicht einfach sein, unbefangen und gerecht zu bleiben. Milo nicht zu bevorzugen, alles, was er tut, nicht mit Sorge und Angst zu betrachten.

Ich hoffe verzweifelt auf ein Wunder; dass Milos Zeit über den 04.07. hinaus gehen möge.